Das vegetative Nervensystem - VNS
"Wenn ein übergeordnetes System untergeordnete Systeme
steuert und reguliert, ist der Funktionszustand des
übergeordneten Systems der wichtigste diagnostische Parameter".
Das vegetative Nervensystem (VNS) ist das übergeordnete
Steuerungs- und Regulationssystem im Körper. Es steuert und reguliert die lebensnotwendigen
Grundfunktionen des Organismus, wie z.B. Stoffwechsel,
Atmung, Herz-Kreislaufsystem, Verdauungssystem, Hormonsystem,
Immunsystem usw. Die beiden Hauptnerven des VNS sind
der Anspannungsnerv (Sympathikus) und der
Entspannungsnerv (Parasympathikus).
Bei Stress und Gefahr schaltet der Sympathikus in den
Zustand „Alarmbereitschaft“.
Für die
„Alarmbereitschaft“ müssen jetzt Systeme in den Vordergrund
treten, die zur Erhöhung des Blutdrucks, der Herzfrequenz
und für mehr Sauerstoff in den Zellen sorgen, um Körper und
Psyche in Anspannung zu versetzen.
Nur wenn die Anspannung
durch körperliche Betätigung
abgebaut wird, erlischt die „Alarmbereitschaft“ des Sympathikus.
Jetzt wird der Entspannungsnerv (Parasympathikus) aktiv. Nur
wenn dieser aktiv ist, kann er für
Regeneration, Entspannung, Reparaturprozesse
und Energieaufbau sorgen.